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Photovoltaik vom Profi

Wissenswertes über Solar

Photovoltaik

Solarenergie bezeichnet grundsätzlich Energie, die aus der Sonne gewonnen wird. Die kann zum einen elektrisch sein:  - man spricht dann von Photovoltaik oder Fotovoltaik (PV) - , oder thermisch - wie z.B. eine Brauchwarmwasser oder Heizungsunterstützungsanlage.


Photovoltaik oder Thermie: Wann baut man welche Anlage?

Wenn heute von Solarenergie gesprochen wird ist meist Photovoltaik gemeint. Mit Photovoltaik wird Strom gemacht - und folglich im Haushalt auch eingespart. Da Strom teurer ist als Gas oder Öl, ist diese Solaranlage häufig rentabler als eine Thermische. In Privathaushalten ist die gewonnene Energie pro m2 Dachfläche bei beiden Anlagetypen in etwa gleich hoch. Thermische Anlagen baut man heute deshalb vor allem noch in öffentlichen Gebäuden und Gewerbe, wenn viel mehr Wärme benötigt wird als im Haushalt. 

Lebensdauer von Solaranlagen

Bei einer PV Anlage wird eine Lebensdauer von über dreissig Jahren erwartet. Quelle 1

Wichtig deshalb ist, dass das Dach dicht ist und in einem Zustand, dass es auch während der erwarteten Lebensdauer dicht bleibt. Die meisten PV Module haben auch Leistungsgarantien bis 25 Jahre. 

Bei einer thermischen Solaranlage wird von einer Lebensdauer von 15 Jahren ausgegangen.  

Wartung von Solaranlagen

PV: Während der Lebensdauer von 30 Jahren wird 1 bis 2 mal der Wechselrichter ersetzt. Weiters ist die Anlage regelmässig auf mechanische Schäden zu prüfen und die Erträge zu kontrollieren. In der Praxis ist es häufig so, dass neue Solaranlagen regelmässig kontrolliert werden und über die Erträge Statistiken geführt werden. Wenn ein Wechselrichter nach 15 Jahren dem Lebensende entgegen geht, werden die Anlagen häufig nicht mehr so genau kontrolliert und ein defekter Wechselrichter wird oft erst spät festgestellt. Deshalb ist es wichtig, dass man als Betreiber ein Überwachungskonzept hat, z.B. durch Anbindung ans Internet. 

Weiters setzt sich auf einem Wechselrichter häufig Schmutz und Staub ab, was zu Wärmestau am Wechselrichter und dessen vorzeitigen Lebensende führen kann. 

Thermie: Die meisten Anlagen werden nicht überwacht und die genauen Erträge sind somit nicht ersichtlich. Deshalb ist unbedingt ein Wärmezähler ein zu bauen, damit eine funktionierende Anlage nicht nur Glückssache ist. 

Quelle 2

Schmutz auf den Solarmodulen ist dabei bei einer seriös geplanten Anlage weniger wichtig. Dabei muss vom Installateur auf die Neigung der Module, die erwartete Verschmutzung zB von Verkehr oder Industrie oder Tierhaltung geachtet werden. Je mehr schmutz erwartet wird, desto steiler sollten die Module installiert werden, damit vom Regen und Schnee auch hartnäckiger Schmutz abgewaschen wird.

Auswahl der Komponenten

Mit Meyer Burger wird in kürze wieder ein Zellhersteller in Europa produzieren. Die neue Anlage für die Heterojunction Module hat ihren Betrieb bereits gestartet. Die Module werden ab August verfügbar sein. Elektrisch gesehen kombiniert Meyer Burger dabei die Vorteile aus zwei verschiedenen Modultechnologien. Dabei versprechen sie erhebliche Mehrerträge gegenüber konventioneller Modultechnik.

Das Herzstück einer Solaranlage ist aber nicht das Solarmodul sondern der Wechselrichter. Da das aber gleichzeitig auch die Archilles Sehne ist, empfiehlt sich ein genauerer Blick. Der Wechselrichter muss von einem nahmhaften Hersteller sein, der auch seine Garantieverpflichtungen erfüllen kann und lokale Ansprechpersonen hat. Durch die Auswahl eines Lieferanten mit Markterfahrung kann schon die Schadenwahrscheinlichkeit verringert werden. Weiters wird bei einem europäischen Hersteller auch der Support in einer Landessprache oder Englisch und zu Bürozeiten gewährleistet.

Baue ich die Anlage eher etwas grösser oder eher etwas kleiner?

Die grössere Solaranlage macht im Verhältnis mehr Energie, die ins Verteilnetz eingespeist werden muss und somit weniger Wert generiert. Dafür profitiert die Gesellschaft durch die erneuerbare Energie und den dadurch verringerten CO2 Ausstoss. Beim Bau können die Fixkosten besser skaliert werden, wass eine grössere Anlage im Verhältnis günstiger macht.

Eine kleiner Solaranlage macht dagegen mehr Eigenverbrauch, da im Haushalt häufig eine Grundlast von einigen Watt bis einigen 100 Watt bezogen wird, durch Standby Verbrauche, Router, Netzteile von Handyladegeräten, Kühl und Gefrierschränke, etc. Somit hat man bei (als extrembeispiel) einem Solarmodul fast 100% Eigenverbrauch. Dafür ist die Autarkie (Verhältnis der Unabhänghigkeit vom Netzbetreiber) auch sehr gering.

Wenn gleichviel Solarstrom Produziert wird wie im Jahresmittel verbraucht wir, kann von einem Eigenverbrauch von ca. 30% ausgegangen werden.